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Theater Krefeld/Möchengladbach

Ein Sommernachtstraum

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Ein Sommernachtstraum © Stutte
© Stutte

von William Shakespeare (1564–1616)


Regie: Christine Hofer
Bühne und Kostüme: Frank Hänig
Dramaturgie: Martin Vöhringer


Ein tiefer Wald. Eine warme Sommernacht. Hermia und Lysander sind zusammen geflohen, um ihre Liebe zu retten. Denn zuhause in Athen droht Hermia die Heirat mit Demetrius. Der wiederum ist Hermia und Lysander nachgerannt und wird selbst von Helena verfolgt. Die kann nicht verstehen, warum Demetrius auf einmal nichts mehr von ihr wissen will. Vier im Wald herumirrende Liebende, neben denen eine weitere Schar durch die Nacht geistert: Ein paar brave, kunstbeflissene Athener Bürger, die sich hier für eine Theaterprobe verabredet haben. Für die bevorstehende Hochzeit ihres Fürsten Theseus studieren sie eine tragische Szene über Liebe und Zufall ein.
Vor allem aber ist der Wald das Reich der Elfen, das seit geraumer Zeit vom Chaos regiert wird. Denn Oberon und Titania, das Elfenkönigspaar, sind tief zerstritten. Aus diesem Streit heraus trägt Oberon seinem Poltergeist Puck auf, mit einer Droge Titanias Sinne derart zu vernebeln, dass sie sich in das erstbeste Wesen, das ihr begegnet, Hals über Kopf verliebt … Einmal in Fahrt, ist Puck nicht mehr zu stoppen. Großzügig verteilt er die Liebesdroge an passender wie unpassender Stelle, und alsbald durchzieht rauschhafte Wirrnis die Nacht. Die süßesten Träume und fratzenhaftesten Alpträume nehmen Gestalt an, Liebe und Abscheu wechseln eifrig die Plätze, das Zwielichtige und Zweideutige beherrscht die Szene: Midsummer Madness.

Shakespeare hat A Midsummer Night’s Dream in den Jahren 1595/1596 geschrieben. Auf Deutsch als Sommernachtstraum bekannt, geht es darin nicht um eine x-beliebige Sommernacht, sondern um die Mittsommer- oder Johannisnacht. Ein Wendepunkt im Jahresablauf, eine Nacht der Dämonen, eine Nacht der Verwandlungen. Mit seinen Verliebten, Spielwütigen und Elementargeistern versammelt Shakespeare lauter Figuren im Sommernachtstraum, die nicht bleiben, was sie sind, die nicht sind, was sie scheinen. Unter dem Zeichen des Mondes (28mal taucht das Wort im Stück auf!) veranstaltet Shakespeare ein Fest der Metamorphosen, eine wilde, unheimliche, lüsterne und zuweilen einfach quietschvergnügte Verwandlungs-Party.