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Theater Krefeld/Möchengladbach

Me and My Girl

Me and My Girl © Stutte
© Stutte

Musical in zwei Akten
Buch und Gesangstexte von L. Arthur Rose und Douglas Furber
Musik von Noel Gay (1898–1954)
Ins Deutsche übertragen von Mary Millane und Hartmut H. Forche
Deutsche Liedtexte von Joachim Carl



Erstmals am Theater Krefeld und Mönchengladbach


Musikalische Leitung: Kenneth Duryea
Inszenierung: Georg Köhl
Bühne und Kostüme: Peter Werner
Choreinstudierung: Maria Benyumova
Choreografie: David Hartland
Dramaturgie: Ulrike Aistleitner


Bill Snibson ist sprachlos, als er erfährt, dass er der uneheliche Sohn des eben verstorbenen Earl von Hareford und Millionenerbe ist. Für einen Bewohner des Londoner lower-class-Stadtteils Lambeth, der sich durch Gelegenheitsjobs und Langfingerei über Wasser hält, kommt das denkbar überraschend. Das Testament beinhaltet allerdings die Klausel, dass Bill ausreichende Würdigkeit für diese Position attestiert werden muss, bevor er das Erbe antreten kann. Bills Tante, die Herzogin von Dene, ist wild entschlossen, ihren Neffen zum Lord zu machen. Und los geht’s mit der kulturellen Umerziehung ā la My fair Lady. Bill mischt dabei den ehrwürdigen Familiensitz von Hareford mit Cockney-Reimen und unadeligem Benehmen auf. Da gibt es allerdings noch ein weiteres Problem: Bills Mädchen Sally ist für einen waschechten Earl natürlich nicht (mehr) die passende Partie. Bevor Bill sowohl das Geld als auch „Earline Sally“ sein Eigen nennen darf, muss noch einiges Wasser die Themse hinunter fließen.

In der Show Twenty to One des englischen Autorenduos Rose/Furber erschien 1935 erstmals die Figur des Bill Snibson auf der Bildfläche. Er wurde zum Inbegriff des einfachen Mannes, der erfolgreich gegen die „Feine Gesellschaft“ kämpft. Bill-Snibson-Puppen und Bill-Snibson-Witze waren schwer „in“. Nur zwei Jahre später entstand das Musical Me and My Girl. Der Komponist Noel Gay galt als Superstar der Unterhaltungsmusik der 1930er Jahre. Nachdem das Musical durch die Unterbrechung des Zweiten Weltkriegs jahrzehntelang nicht mehr aufgeführt wurde, verhalf Noel Gays Sohn ihm 1985 zur Wiederaufführung und zu Weltruhm.


Vorstellungsdauer: ca. 2:45 Stunden, 1 Pause